Beschreibung:
Nein, eine Dorfkirche ist sie nicht, die Emmauskirche, die im Jahr 1893 auf dem Lausitzer Platz den Altberliner Wochenmarkt an dieser Stelle verdrängte (der dann in der ebenfalls neu erbauten, inzwischen legendären Markthalle 9 seinen Platz fand). Es galt, die Menschenmassen, die das industrielle Zeitalter auch in den Südosten von Berlin gespült hatte, mit geistlichem Beistand zu versehen. So wurde die Emmauskirche, bezogen auf ihr Fassungsvermögen und ihre Baumassen, die zweitgrößte in ganz Berlin: 2.400 Personen fanden auf den Bänken der Emmauskirche Platz.
Die Bauaufgabe für den Architekten, der zuvor den Görlitzer Bahnhof schräg gegenüber erbaut hatte, war nicht einfach. Wie konnte man die große Gemeinde würdig unterbringen dabei und innen wie außen nicht ins plump-kolossale (wie später am Dom) kippen? Entstanden ist eine Backsteinkirche im Rundbogenstil, mit Anleihen am märkischen Mittelalter und deutlicher Korrespondenz zum Görlitzer Bahnhof.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kirchenschiff durch alliierte Bomben zerstört. In vereinfachten Formen und wesentlich kleiner bauten es die Berliner ab 1957 wieder auf. Der Turm und das schöne Mosaik mit den Emmaus-Jüngern über dem Portal blieben erhalten.
Technische Daten:
Das EEP-Modell hat die Kirche vor ihrer Zerstörung zur Vorlage.
Die Baumaße: 62m x 36m x 72m
Der Nullpunkt des Bauwerks wurde bewusst an der Turmbasis gewählt. Somit findet der LOD-Sprung von der "Schokoladenseite" aus betrachtet, deutlich später statt als von der Rückseite des Gebäudes.
Zwei Türflügel am Hauptportal können geöffnet werden. Der Blick ins dahinterliegende schwach erleuchtete Vestibül ist möglich, aber nicht dessen Betreten.
Lieferumfang:
Im Ordner Immobilien - Sehenswert - Kirchen
Emmauskirche Berlin Kreuzberg (HW1)
Hinweise:
Manche Texturen stammen von textures.com.
Die Backsteintextur habe ich mit dem Programm Brick hergestellt; meinen Dank dafür an Frank Schäfer.
Ich habe die großen Ziegelflächen bewusst mit minimalen "Unsauberkeiten" (Maßstab, Drehung, Helligkeit etc.) angelegt, damit keine rasterartigen Wiederholungseffekte auftreten.
Ich danke Harald Krause für unermüdliches Testen und für die Aufnahme der Bilder auf seiner Anlage.